SEO: Darauf kommt es an bei einem Website Relaunch

Bei einem Website Relaunch sollen nicht nur Design, Inhalt und Funktionen im neuen Glanz erstrahlen, sondern auch das bereits erreichte Ranking in den Suchmaschinen gehalten und natürlich optimiert werden.

Die Panik vor jedem Relaunch: Die Website ist verbugged oder die Seite stürzt im SEO-Ranking ab. Wird die Domain gewechselt, kann beispielsweise die Gefahr eines Sichtbarkeitsverlustes drohen. Korrekturen können an dieser Stelle zu spät kommen; unflexible Systeme verhindern SEO-Optimierungen. Dieses Szenario muss nicht sein. Bei einem gut durchgeführten Relaunch bleiben die Rankings stabil.

Diese Phasen sollten bei einem Relaunch eingehalten werden:

  • Vorbereitung
  • Weiterleitungen/Re-Directs
  • Performance Check
  • Komplett-Check vor und nach dem Relaunch

Die Verteilung der Phasen erstreckt sich auf 70 Prozent Planung und 30 Prozent Umsetzung. Wie in vielen Lebenslagen gilt auch beim Website-Projekt: Vorbereitung ist alles. Die strategischen Entscheidungen müssen im Vorfeld getroffen werden. Ein Nachjustieren ist oftmals zu kostspielig und nicht mehr wirksam.

Folgende strategische Fragen sind vorab zu überlegen:


  • Soll das bestehende CMS behalten werden oder kommt ein anderes System den Anforderungen näher?
  • Soll die Website mehrsprachig sein?
  • Gibt es einen Zugang zur Google Search Console?
  • Wie ist das Tracking der Seite umgesetzt?
  • Sind die Canonical Tags korrekt gesetzt?
  • Wurden XML-Sitemaps erstellt?
  • Gibt es ein URL-Schema?
  • Ist die Redaktion auf die SEO-Grundlagen vorbereitet?

SEO-Tools

Vor und nach dem Relaunch sollte die Website mit SEO-Tools gemessen werden. Diese Tools überwachen bereits Millionen von Keywords. Manche Tools erlauben es, ein eigenes Keyword-Set anzulegen. In der Google Search Console lassen sich direkt Daten von Google zu den Impressionen und Klickraten ablesen. Des Weiteren wird angezeigt, welche Seiten auf “noindex” stehen. SEO-Tools sind unerlässlich, um eine Website zu betreiben und optimieren - ansonsten tappen Marketer völlig im Dunklen.

Mehrsprachigkeit als SEO-Blocker

Mehrsprachige Websites sind aus SEO-Sicht kompliziert. Eine der Herausforderungen ist Duplicate Content, denn diesen mag Google nicht und straft die Seite ab. Google hebt Unique Content hervor und möchte Seiten immer nur einmal anzeigen. Wird der Inhalt als nahezu identisch identifiziert, gelten die Seiten für die Suchmaschine als nutzlos. Schlechte Rankings sind die Folge. 1:1 Übersetzungen sind zu vermeiden. Stattdessen sollte mit Canonical Tags gearbeitet werden. Dies ist eine Information für den Suchmaschinenbot, zu welcher URL eine Seite indexiert werden soll. Damit die Suchmaschine nicht nur die Sprache der Seite erkennt, sondern auch regionale Unterschiede erfassen kann, wurde das hreflang-Tag geschaffen. So ist es beispielsweise möglich, zu unterscheiden, ob die Seite zu den USA gehört oder zu Australien. Durch das Tag lassen sich im Head-Bereich einer jeden Seite alternative Sprachversionen definieren. Die URL wird dann mit den Endungen .../de-CH oder .../de/-DE versehen. Vor allem die beliebtesten Seiten sollten nach einem Relaunch beobachtet werden. Ein Ranking-Verlust ist in diesem Bereich besonders bitter. In der Regel performt ein Großteil der Seiten eher mittelmäßig. Bereiche wie Karriere oder ein Blog können hingegen sehr hoch performen.

XML-Sitemap einreichen

Oftmals vernachlässigt, doch die XML-Sitemap ist ein wichtiges Dokument für die Suchmaschine. In der Sitemap sind alle URLs inklusive der Unterseiten enthalten. Somit kann die Suchmaschine auch Seiten finden, die über das herkömmliche Crawling der internen Links nicht gefunden werden. Die Sitemap wird bei Google eingereicht. Bei jeder Änderung an der Website wird die XML-Sitemap automatisch aktualisiert.

Entwickler sollten Redakteuren Pflegefreiheit geben

Als Entwickler ist man in der Regel mit den SEO-Kriterien der Inhalte nicht vertraut. Daher ist es empfehlenswert, Redakteuren genügend Pflegehoheit zu geben. Zum Beispiel sollten die Meta Description der Seite stets gepflegt sein. Der Seitentitel sollte ebenfalls eingegeben werden können und wie eine H1-Headline behandelt werden. Prinzipiell folgen die Headlines einer Hierarchie, sodass es stets nur eine H1 geben sollte. Redakteure wissen, dass die Pflege von H2- und H3-Überschriften einer Struktur des Inhalts folgt. Des Weiteren ist es sinnvoll, die Pflege der ALT-Attribute von Bildern möglich zu machen. Oftmals wird dieser Bereich unterschätzt, doch idealerweise haben alle Bilder einen sprechenden Dateinamen.

Kurze Checkliste für den Relaunch


  • Redirects prüfen
  • XML-Sitemap in der Google Search Console einreichen
  • Ladegeschwindigkeit der Seite prüfen und ggf. verbessern
  • Tracking Codes korrekt implementiert
  • Rankings der Seiten beobachten
  • Gibt es 404-Crawling-Fehler?

Wir beraten Sie gerne - vereinbaren Sie einfach einen Termin mit unseren Spezialisten!

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